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Der Herr am Hochberg

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Der Herr am Hochberg schweigt. 

Nur breites Denken geht um seine Stirn.

Kein Sinn in ihm ist wachsam als der Blick nur.

Er sitzt in seinem Garten ganz aus Kalkstein 

und er bewegt sich nicht.

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Der Herr am Hochberg schweigt. 

Nur stille Vögel ziehn ein seinem Geist vorüber.

und gleiten lautlos in die Dunkelheit. 

Sie starren nur in irgendein Hinüber

und spüren nicht den Raum und nicht die Zeit. 

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Der Herr am Hochberg liebt sie, 

die leisen Vögel aus der schwarzen Welt.

Sie wissen nicht um ihre Trauer, und sie ahnen nur, 

dass sie ein alter dumpfer Fluch entstellt.

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Sie sind die weißen Schatten vor der Sonne; 

ihre Wohnung kreist im Nirgendwo.

Sie können nur ein kleines Sein erfahren 

und fragen nicht nach dem Warum und dem Wieso.

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Der Herr am Hochberg schützt sie, 

die Fluggesellen durch die Ewigkeit.

Er hält nur seine Hand an Ihre Bahnen 

und fühlt damit als Augenblick ihr Leid.

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Er schweigt der Herr des Hohen Berges; 

und durch seine Seele geht ein weites Herz.

Sein Mund ist Klarheit nur und steinernes Bekennen 

und langverlorner, gnomenhafter Schmerz.

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Und ohne Pause rinnt die Einsamkeit der Vögel durch die Winde 

und erzählt so eine alte Schuld.

Sie rieselt durch die Waldesgründe 

und kennt nur stumme, ewige Geduld.

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Mit freundlicher Genehmigung © MMag.Heidemarie Lenz

 

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