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Bettstroh oder Milchgerinnkraut

Das Echtes Labkraut (Galium verum) Fam. Rötelgewächse

Phytoenergetische Betrachtung einer alten Zauberpflanze

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Ethnobotanische Betrachtung des Salomonssiegels

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Der Schwarzspecht ist ein Kräutermann,

Kennt manches Zauberkraut im Tann,

Das im Verborgnen sprießet.

Es hält ob einer Wurzel Wacht,

Die alle Schlösser springen macht

Und jede Tür erschließet.

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Der Salomonssiegel wird in zahlreichen Mythen als zauberkräftige "Springwurz" beschrieben, die die Macht besitzt Quellen aus Felsen springen zu lassen, alle "geisterfest" versiegelten Türen zu öffnen und verborgene Schätze zu heben, selbst wenn diese von Ungeheuern bewacht wurden. Nicht jede Weißwurz besitze jedoch diese Zauberkraft, nur bestimmte Vögel, wie der Specht oder der Wiedehopf fänden die zauberischen Wurzeln. 

 

Auch König Salomon himself wusste um die geheimnisvolle Macht der Zauberwurzel und sprengte mit ihrer Hilfe einen Felsen, der ihm beim Tempelbau im Wege stand. Ein Kuriosum am Rande: Da die Springwurz auch im Ruf stand Fesseln und Eisenketten zu sprengen war es per Erlass bis in 16. Jahrhundert Gefangenen verboten die Wurzel zu verwenden.

Auf die Springwurz werde man auch aufmerksam, weil an der Pflanze Sensen zerschellen und vorbeilaufenden Pferden die Hufe abspringen.

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Bei den Kickapo-Indianern Nordmexikos galt eine Salomonssiegelart als wichtigste magische Pflanze. Sie durfte nur vom Clanführer gesammelt werden, der sie zum Neujahrsfest an die Stammesmitglieder verteilte, um diese vor Krankheit und Unglück zu schützen. Die Wurzel hatte auch die Aufgabe Paare stärker miteinander zu verbinden.

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Am weißen Rhizom der Weißwurz bilden die abgestorbenen Stängel Narben die mit Siegelabdrücken verglichen werden. Hinweis auf das knotige Rhizom finden sich auch im Gattungsnamen poly (viel) gony (Knie) Die Signaturenlehre sah im knotigen Wurzelstock mit den siegelartigen Stängelnarben einen Hinweis auf die Wirksamkeit des Rhizoms gegen Hühneraugen. In der Sympathiemedzin trug man die Wurzel bei abnehmendem Mond bei sich, damit die Hühneraugen - so wie der Mond - verschwänden. 

Die ayurvedische Medizin betrachtete den Salomonssiegel als Aphrodisiakum.

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Im Zentraleuropäischen Volksbrauchtum kannte man einige Verwendungen des Salomonssiegels:

Man vergrub den Wurzelstock des Salomonssiegels unter dem Futtertrog im Viehstall, um Unheil fern zu halten. Im Fichtelgebirge wurde im 18 Jahrhundert der pulverisierte Salomonssiegel zusammen mit zermalenen Schneckenhäusern als Mittel gegen Viehseuchen eingesetzt.

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Der Salomonssiegel ist wie die Akelei (Elfenhandschuh), die Betonie, die Einbeere, die Knabenkräuter und die Engelwurz stark mit den Elfen verbunden und soll Elfentanzplätze anzeigen. 

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Synonyme: 

Salomonssiegel, Springwurz, Gelenkwurz, Hühneraugenwurz, Blutwurz (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Potentilla erecta)

Familie: 

Liliengewächse (Liliaceae)

Signatur:

Mond (mit Merkur / Luftelement)

Blüten und Früchte:

Die schönen weißen Blüten erscheinen im Mai und Juni, die blauschwarzen Beeren erscheinen im Oktober.

Bei der Art Polygonatum odoratum duften die Blüten.

Standort:

Schattige Laub- und Mischwälder 

bis ca. 1800 m.

Wissenswertes:

Die Pflanze ist giftig vor allem Rhizom und Beeren!

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Quellen:

Enzyklopädie der Wildpflanzen, Margot Fischer

Die geheimnisvolle Welt der Zauberpflanzen und Hexenkräuter , Gertrud Schärf

Giftpflanzen / Verlag Werner Dausien

Die Pflanzen im Zauberglauben G.W. Geßmann


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