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SchamanenbaumSchamanenbaum

 

Themen:

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der schamanische Weltenbaum,

die Heilkraft der Weißtanne

und die naturmagische Symbolik des Weihnachtsschmuckes;

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Der Schamanenbaum - ein Ursymbol:

 

Das Symbol des Weltenbaumes oder Schamanenbaumes ist uralt und in vielen Kulturen der Welt vertreten. Der Weltenbaum ist der Baum des Lebens und verbindet die drei Welten. Diese drei Welteneinteilung findet man häufig, sie sind gewissermaßen als innere Landkarte aufzufassen.

 

- untere Welt (Wurzeln): unsere Wurzeln, 

  die Herkunft, das Reich

  der Ahnen, der Bereich der Urmütter und Urväter;

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- mittlere Welt (Stamm): Beziehungen, Gesellschaft,

  Freunde, Familie unser Eingebundensein, das uns Kraft und Sicherheit gibt, 

  die "alltägliche Wirklichkeit" (Tonal);

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- obere Welt (Krone): unsere Talente, unser Potential, die 

  Übergänge des Lebens und Initiationen im Leben. 

  In der Krone des Baumes gibt es viele Bereiche zu entdecken

  und kreativ zu gestalten;

 

Oben am Wipfel des Schamanenbaumes sitzt die Schamanenmutter, sie ist auch als Sinnbild des "Höheren Selbst" bzw. des Lebenssinnes und des Lebenszieles zu verstehen.

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Der immergrüne Weltenbaum:

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Der Weihnachtsbaum kann als Spiegel dieses Weltenbaumes aufgefasst werden. Zwar war im germanisch - keltischen Bereich die Welten-Esche Yggdrasil der Weltenbaum, in der Winterzeit überlagert sich hier aber wohl der Brauch Häuser und Stuben mit immergrünen Zweigen zu schmücken. Duftende Nadelgehölze galten als Symbol des Lebens in der Strenge und Dunkelheit des Winters. 

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Der eigentliche Brauch Tannen oder Fichtenbäume in den Wohnstuben aufzustellen ist noch nicht sehr alt. Der Schmuck am Baum ist jedoch voller archaischer Symbolik.

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Archaische Fruchtbarkeits- und Sonnen-Symbolik:

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Der Faszination von Kerzenschein und glitzerndem Weihnachtsschmuck, gepaart mit dem Duft der Weihnachtsbäckerei, kann man sich kaum entziehen. Wenn wir an Zimtsterne und goldene Nüsse denken, ist uns jedoch meist deren verborgene Symbolik nicht mehr bewusst.

 

Golden glänzender Schmuck, Engel, Flitter und andere "Glitzerdinge" gelten seit alten Zeiten als dämonenabwehrend. Glöckchen am Baum dienen zur Abwehr von Unglück und dunklen Kräften und verkünden die Ankunft des neuen Lichtes. Am heiligen Abend rufen sie zur Bescherung.

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Auch in der Weihnachtsbäckerei, man glaub es kaum, steckt verborgene, uralte Naturmagie. Tierfiguren und kosmische Symbole wie Sonne, Mond und Sterne zieren den Weihnachtsbaum. Durch das Essen derselben, verleibt man sich deren Kräfte ein.

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Auch Nüsse gehören zum "klassischen" Christbaumschmuck

Die Walnuss (Juglans regia) war in der Antike ein heiliger Baum des Dionysos, der Artemis und des Jupiter. Walnüsse waren nicht nur ein Symbol der Fruchtbarkeit, sondern auch der Unsterblichkeit. 

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Äpfel sind Symbole der Fruchtbarkeit und Weiblichkeit. Schließlich wird in der längsten Nacht des Jahres das neue Licht geboren und verheißt damit neues Leben. Die Form des Apfels findet sich auch in den glänzenden Weihnachtskugeln und im Reichsapfel als Symbol der Macht. Der Granatapfel, der Apfel der Aphrodite ist Symbol der Liebe und Fruchtbarkeit schlechthin. 

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Um die Sonnenkraft zur Wintersonnwende zu beschwören, finden viele Sonnenpflanzen und Gewürze beim Räuchern in den Rauhnächten und als Zutat in der Weihnachtsbäckerei Verwendung. Getrocknete Orangenscheiben zeigen sehr schön die Signatur des Sonnenrades. Gewürze mit Sonnensignaturen sind beispielsweise Koriander, Zimt, Macis und Nelken. In vielen weihnachtlichen  Räucherharzen steckt natürlich ebenfalls die Kraft der südlichen Sonne (Weihrauch, Myrthe, Mastix) 

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Zapfen (von Fichten oder Föhren) - meist golden bemalt - schmücken den Baum und symbolisieren ebenfalls Leben und Fruchtbarkeit. In ihrer Struktur des Zapfens (oft fälschlicherweise als Tannenzapfen bezeichnet) steckt ein mathematisches Verhältnis der harmonischen Spiralform - die Fibonacci-Spirale. Wir finden dieses Prinzip der Harmonie in der spiraligen Anordnung der Samen der Sonnenblumenblüte ebenso wie in der Form der Spiralnebel im Universum.

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Die Kraft der Weißtanne (Abies alba):

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Die Kraft und Majestät der Tanne, ihr balsamischer und belebender Duft, haben schon in frühen Zeiten die Menschen dazu angeregt, sie zum Räuchern bzw. zu Heilzwecken zu gebrauchen. Sie ist als immergrüner Baum ein Symbol des Lebens in der dunklen Zeit der Wintersonnwende.  Da die Tanne reich an Harz ist, wurden Kienspäne aus Tannenholz hergestellt. 

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Die Tanne war der keltisch-germanische Schutz- und Lebensbaum. Ihr Stamm, der gerade und aufrecht wächst, verbindet die drei Welten miteinander.

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Später im Mittelalter schreibt Hildegard v. Bingen über die Tanne:

"Die Tanne ist mehr warm als kalt und enthält viele Kräfte. Sie ist ein Sinnbild der Stärke. Geister hassen Tannenholz, und vermeiden Orte, an denen sich solches befindet. "

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Räucherung mit Tannenharz:

- kräftigend, nervenstärkend

- antiseptisch

- schleimlösend

- macht mutig und psychisch widerstandsfähig

- der aufsteigende Rauch galt als Heilmittel bei Arthritis

   

Sonstige Anwendungen:

 

- als Einbettungsmittel von mikroskopischen Präparaten

- Elsässer Terpentin als Rheumamittel und Wundmittel

   bei Schnittverletzungen, Prellungen und Quetschungen

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Literatur: 

Weihnachtsbaum und Blütenwunder; Christian Rätsch und Claudia Müller-Ebeling

Geheimnisse, Herkunft und Gebrauch traditioneller Weihnachtspflanzen

Rezepte - Rituale - Räucherungen

Blätter von Bäumen: Susanne Fischer-Rizzi

 

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